Reiterstatue am Heldenplatz

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HOFBURG Vienna: Wiens erste Eurovision Song Contest Bühne

Kaum ein anderes Haus in Wien hat eine so vielseitige Vergangenheit wie die Wiener Hofburg. Als eine der weltweit größten Palastanlagen diente sie der Habsburger-Monarchie jahrhundertelang als Winterresidenz und war ein Ort der Macht und der Repräsentation. Durch die ständigen baulichen Erweiterungen im Laufe der Geschichte bietet der riesige Gebäudekomplex heute einzigartige Räumlichkeiten, die auf unterschiedlichste Weise bespielt und genutzt werden. Und 1967 regierte hier der Eurovision Song Contest.

Der erste Eurovision Song Contest in Wien

Zu verdanken war das Udo Jürgens, der 1966 mit "Merci, Chérie" den Eurovision Song Contest (damals noch "Grand Prix de la Chanson" genannt) gewonnen hatte. Im Jahr darauf fand dadurch der heute größte Musikwettbewerb der Welt zum ersten Mal in Wien statt. Die Wahl der Bühne fiel auf den geschichtsträchtigen Großen Festsaal in der Wiener Hofburg. Der Siegertitel von 1967 ist längst ein Klassiker der Popkultur: Sandie Shaw gewann in imperialem Ambiente haushoch für das Vereinigte Königreich mit dem Song "Puppet on a String". Fast fünf Jahrzehnte hat es gedauert, bis Wien wieder Eurovision-Song-Contest-Host-City wurde. Wie schon 2015 wird das Mega-Event auch 2026 wieder in der Wiener Stadthalle stattfinden. Die Hofburg hat sich inzwischen zum hochmodernen Kongress- und Veranstaltungszentrum entwickelt.

Bis zu 350 Veranstaltungen pro Jahr

Auf insgesamt 17.000 Quadratmetern Veranstaltungsfläche stehen passende Räumlichkeiten für Veranstaltungen mit 50 bis 4.900 Personen zur Verfügung. Der große Festsaal (bis zu 1.210 Personen), die ehemalige Song Contest Location, ist nur einer der großzügigen Prunkräume in der HOFBURG Vienna. Auch der Große Redoutensaal (bis zu 700 Personen) oder der Zeremoniensaal (bis zu 500 Personen) bieten imperiale Atmosphäre, während moderne Glasarchitektur wie das Dachfoyer (bis zu 250 Personen) und die Hofburg Galerie (bis zu 350 Personen) das Gestern mit dem Heute harmonisch verbinden. Insgesamt bietet die HOFBURG Vienna 35 Veranstaltungsräume mit umfangreicher Ausstattung und State-of-the-Art Technologie für on-site, hybride oder rein digitale Events.

Ein Schauplatz der Weltgeschichte

In der Habsburger Monarchie wurde in der Wiener Hofburg zu Audienzen geladen. 1814 wurde hier nach den Napoleonischen Kriegen beim Wiener Kongress Europa neu geordnet. Unzählige Feste und Bälle wurden gefeiert - noch heute finden einige traditionsreiche Bälle wie z.B. der Wiener Kaffeesiederball in den Prunkräumen statt. 

Auch Weltstars der Musik wie Haydn, Mozart oder Beethoven sind hier aufgetreten. Nach dem Ende der Monarchie ging der Palast in den österreichischen Staatsbesitz über. Seit der Erklärung der Souveränität Österreichs im Jahr 1955 hat der Bundespräsident seinen Amtssitz im Leopoldinischen Trakt und empfängt regelmäßig politische wie geistliche Oberhäupter. In der Zeit des Kalten Kriegs diente die Hofburg 1961 als Verhandlungsraum für US-Präsident John F. Kennedy und dem sowjetischen Parteichef Nikita Chruschtschow beim sogenannten Wiener Gipfel. Und 1979 fand die Unterzeichnung des SALT-II-Abkommens zur Begrenzung strategischer Atomwaffen statt. Aufgrund der enormen Bedeutung der Wiener Hofburg für die europäische Geschichte und das imperiale Erbe Wiens wurde ihr 2015 das Europäische Kulturerbe-Siegel für die bedeutendsten Kulturdenkmäler Europas verliehen.

In bester Nachbarschaft

Eine zentralere Lage gibt es kaum: Rund 8.000 Hotelzimmer, 40 Restaurants und mehrere beliebte Einkaufs- und Flanierstraßen befinden sich in Gehweite zur HOFBURG Vienna. Sie liegt fast direkt an der imposanten Ringstraße und nur wenige hundert Meter vom Wiener Stephansdom, dem Zentrum der Inneren Stadt, entfernt. Innerhalb des verschachtelten Gebäudekomplexes befindet sich eine Reihe spannender Museen. Natürlich ist vor allem Imperiales zu sehen: die originalen Wohn- und Arbeitsräume von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth in den Kaiserappartements, ein eigenes Sisi Museum, die kaiserliche Schatzkammer mit der Krone des Heiligen Römischen Reiches, die Hofsilber- und Tafelkammer, sowie die Hofjagd- und Rüstkammer. Dazu kommt das Weltmuseum Wien, die Sammlung alter Musikinstrumente, ein Museum archäologischer Funde aus der antiken türkischen Stadt Ephesos und die Österreichische Nationalbibliothek mit einem der schönsten Prunksäle der Welt. Auch zwei der meistbesuchten Institutionen Wiens haben hier ihren Sitz: die Spanische Hofreitschule und die Albertina mit mehreren internationalen Meisterwerken und einer der bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt. Und im Haus der Geschichte Österreich ist sogar das Kleid von Conchita Wurst ausgestellt, in welchem sie den Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen gewann.


 

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